„Wir machen die Bahn frei“ auf der Sonneninsel Usedom

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Es gibt Neuigkeiten seitens des „Aktionsbündnis Karniner Brücke“: „Wir machen die Bahn frei“ – so lautet das Motto am Pfingstsamstag, den 22. Mai um 14 Uhr in Karnin. Dann nämlich legen Usedomer und Berliner symbolisch ein Stück der alten Bahntrasse zwischen Berlin und Usedom frei. Die Teilnehmer werden mit Schaufeln, Spaten und weiterem Gerät ausgerüstet zur Tat schreiten und die Forderung nach der Wiederherstellung der schnellen Bahnverbindung zwischen Berlin und der Insel Usedom öffentlich unterstreichen: Berlin-Usedom wieder in 2 Stunden – so das Ziel.

Unterstützung haben die Initiatoren für den Wiederaufbau der Karniner Brücke in jüngster Zeit durch Ministerpräsident Erwin Sellering und Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit erhalten. Ein neues Gutachten hat die hohe Wirtschaftlichkeit der Bahntrasse bestätigt. Jetzt ist es also am Bund und an der Bahn, die Finanzierung sicherzustellen und mit dem Bau zu beginnen. Die Finanzierung des Wiederaufbaus der Karniner Brücke kostet nach Schätzungen der Deutschen Bahn ca. 120 - 140 Mio. €. Der Bund und die Deutsche Bahn haben die Federführung für die Umsetzung des Projektes. Da es sich um ein deutsch-polnisches Projekt handelt, ist es erforderlich, dass Deutschland und Polen gemeinsam europäische Fördermittel einwerben. Auch der Bund denkt unter der Voraussetzung, dass sich ein privater Investor an dem Projekt beteiligt, über den Einstieg in das Projekt nach. Inzwischen hat sich ein aus etwa 20 Organisationen aus Berlin und Vorpommern sowie aus Polen bestehendes Aktionsbündnis für das Projekt zusammengeschlossen und arbeitet daran, das Karniner Bahnprojekt sowohl in Deutschland als auch in Polen populär zu machen. Die Aktion „Wir machen die Bahn frei“ wird in das 1. Karniner Brückenfest am 22. Mai ab 13 Uhr an der Karniner Brücke und am 23. Mai an der Seepromenade von Swinemünde eingebettet.

Seit 1876 gab es eine direkte Bahnverbindung zwischen Berlin und der Insel Usedom. Die Berliner fuhren seitdem über die Karniner Brücke in ihre geliebte "Berliner Badewanne". Schon das Who is Who des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts nutzte den Komfort der direkten Bahnverbindung. So fuhr zum Beispiel der deutsch-amerikanische Maler Lyonel Feininger zwischen 1908 und 1912 unzählige Male von Berlin nach Usedom, wo er die Motive für viele seiner Bilder fand.1933 wurde die Karniner Brücke modernisiert durch eine Hubbrücke – eine für die damalige Zeit herausragende technische Leistung. Die Wehrmacht sprengte diese Brücke in den letzten Kriegstagen des Jahres 1945. Seitdem ist die Brücke nicht wieder aufgebaut und genutzt worden. Lediglich der unbeschädigte Hubteil ragt bei Karnin als technisches Denkmal aus dem Wasser und erinnert noch heute an die Bahntrasse.
Usedom Tourismus GmbH

Wir machen die Bahn frei

Hallo lieber @Anonim! Nur ein kleiner Tipp: Wir leben im 21. Jahrhundert! Die Polen sind unsere friedlichen Nachbarn, werden von den meisten Usedomern längst und zu recht respektiert. Ich bin froh, dass wir endlich an einer offenen und friedlichen Grenze mit Polen leben. So soll und wird es bleiben. Und wenn die Bahn kommt, was ich mir wünsche, wird die Endhaltestelle garantiert nicht an der von Ihnen gewünschten (geistigen) Grenze liegen. In diesem Sinne: Bahn frei!
Gerhard

Was Polen 1945 versucht hat

Was Polen 1945 versucht hat oder auch nicht, ist in Punkto Bahnverbindung Berlin- Swinemünde- Ahlbeck-Heringsdorf usw.
nicht mehr relevant. Die Zeit jetzt ist eine andere. WIR SIND EIN EUROPA!!!!

Ressentiments bringen nichts

Keine Bahnverbindung für Swinemünde bedeutet keine schnelle Bahnverbindung für Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin. Deutsche und Polen wohnen zusammen auf der Insel und sollen auch die Verkehrsprobleme zusammen lösen. Die Sowjetische Administration hilft diesmal nicht.

Keine Bahnverbindung für Polen!

Polen versuchte 1945 ganz Usedom unter seine Kontrolle zu bekommen, was jedoch an den Sowjets scheiterte. Diesbezüglich verhandelte der polnische Verhandlungspartner Piotr Zaremba in Greifswald mit der Sowjetischen Militäradministration. Vor dem Hintergrund dieser lange vor dem Krieg vorhandenen Strebungen nach einer Ausdehnung des polnischen Staatsgebietes in Richtung Greifswald verbietet sich eine Bahnverbindung bis nach Swinemünde.

@Anonim

Einen größeren Schwachsinn als Ihr "Argument" habe ich in der Debatte um den Wiederaufbau der Karniner Brücke noch nie gehört. Bleiben Sie ruhig in Ihrem Kämmerchen und schmollen sie schön weiter über ihre abstrusen Geschichtsbetrachtungen. Die Bahnverbindung wird kommen, ist nur eine Frage der Zeit.

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